Technik & Gadgets

Welcher Farblaserdrucker ohne Scanner läuft jahrelang ohne Ärger?

Wer einen Drucker sucht, will eigentlich keinen Drucker, sondern Ruhe. Wir haben Tests, Druckkosten über fünf Jahre und Hunderte Rezensionen ausgewertet und zeigen, welcher Farblaser ohne Scanner einfach läuft.

Illustration: Farblaserdrucker ohne Scanner mit einer bunten Seite im Ausgabefach, daneben ein Stapel Kalenderblätter und ein grünes Schild mit Häkchen und dem Wort „Ruhe“

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Kurz & knapp

Kaufen Sie den Kyocera Ecosys PA2600cwx. Er bekam bei der Stiftung Warentest ein „gut“ (2,1), hat die niedrigsten Tonerkosten der Farblaser seiner Preisklasse und eine Bildtrommel, die für die ganze Lebensdauer des Druckers ausgelegt ist. Mit rund 340 Euro ist er nicht der billigste, über fünf Jahre aber einer der günstigsten. Wer nur wenige Seiten im Monat druckt, nimmt den kleineren PA2101cwx für rund 225 Euro.

  1. Kyocera Ecosys PA2600cwx Farblaserdrucker, 26 Seiten/Min., WLAN und LAN, DuplexAlle, die den Drucker hinstellen und vergessen wollen: Familie, Homeoffice, Verein
  2. Kyocera Ecosys PA2101cwx Farblaserdrucker, 21 Seiten/Min., WLAN und LAN, DuplexWer ein paar Seiten im Monat druckt und beim Kauf sparen will
  3. Brother HL-L3240CDW Farb-LED-Drucker, 26 Seiten/Min., WLAN und LAN, DuplexWenig Platz und der Wunsch nach dem Gerät, mit dem die meisten zufrieden sind

Das Problem: Sie wollen keinen Drucker, Sie wollen Ruhe

Niemand freut sich auf einen neuen Drucker. Man braucht ihn für die Steuererklärung, das Retourenetikett, das Arbeitsblatt der Tochter oder die Einladung zum Vereinsfest, und man erinnert sich an ihn meist nur, wenn er nicht funktioniert: eingetrocknete Patronen, ein WLAN, das er wieder vergessen hat, eine Fehlermeldung, die niemand versteht.

Gesucht ist deshalb ein Gerät, das man hinstellt und dann jahrelang vergessen kann. Für viele ist das ein Farblaser ohne Scanner: Er druckt in Farbe, trocknet nicht ein, und was man nicht hat, kann nicht kaputtgehen. Wir haben die Tests der Stiftung Warentest aus den Jahren 2024 und 2025 ausgewertet, die Druckkosten der Kandidaten über fünf Jahre gerechnet und die Amazon-Rezensionen von elf Angeboten gelesen, vor allem die schlechten. Denn dort steht, woran Drucker im Alltag scheitern.

Warum ein Laser, und warum ohne Scanner?

Laser, weil er warten kann. Toner ist ein trockenes Pulver. Ein Laserdrucker, der drei Monate nicht benutzt wurde, druckt sofort, während ein Tintenstrahler in dieser Zeit seine Düsen zusetzen kann. Die Stiftung Warentest empfiehlt Gelegenheitsdruckern deshalb ausdrücklich einen Laser. Tintentankdrucker sind pro Seite zwar deutlich billiger, sie wollen aber regelmäßig benutzt werden.

Ohne Scanner, weil man ihn selten braucht. Ein Brief oder ein Formular ist mit der Handykamera in Sekunden gescannt, die Notizen-App des iPhones oder Google Drive machen daraus ein sauberes PDF. Ein reiner Drucker ist kleiner, oft günstiger, und er hat weniger Teile, die versagen können.

Ein Wort zur Technik: Einige Drucker, etwa die von Brother, arbeiten mit einer LED-Zeile statt eines Laserstrahls. Toner, Trommel und Ergebnis sind dieselben. Wir zählen sie in diesem Ratgeber zu den Farblasern, wie es auch die Tests tun.

Woran Drucker-Ärger wirklich liegt

Die schlechten Bewertungen lesen sich erstaunlich ähnlich. Selten geht ein Drucker einfach kaputt. Der Ärger hat fünf Quellen, und alle lassen sich vor dem Kauf vermeiden:

  1. Die Einrichtung. Der häufigste Grund für einen Stern ist ein Drucker, der sich nicht ins WLAN bringen lässt oder es immer wieder verliert. Beim HP Color Laser 150nw berichten Käufer von FRITZ!Boxen, Macs und Druckern, die nach jedem Stromausfall neu eingerichtet werden müssen. Ein LAN-Anschluss ist eine gute Versicherung: Mit Kabel läuft ein Drucker im Netzwerk fast immer stabil.
  2. Gesperrter Toner. HP baut in viele Drucker eine Sperre ein, die Toner mit fremdem Chip ablehnt, und verschärft sie per Firmware-Update. Käufer, deren günstiger Toner gestern noch ging, stehen dann ohne Ausdruck da. Bis 2024 verkaufte HP außerdem Laserdrucker mit einem „e“ am Ende der Typenbezeichnung, die nur mit Internetverbindung und HP-Konto drucken. Die Stiftung Warentest hat darüber berichtet, HP hat sie inzwischen eingestellt, im Handel tauchen sie aber noch auf.
  3. Verschleißteile. Außer Toner braucht ein Farblaser eine Bildtrommel, eine Transfereinheit und einen Resttonerbehälter. Bei den meisten Herstellern sind das Teile, die man nach einigen zehntausend Seiten kaufen muss. Kyocera baut die Trommel dagegen so, dass sie ein Druckerleben lang hält.
  4. Eine leere Farbe legt alles lahm. Viele Farblaser drucken nicht mehr, sobald eine einzige Farbe leer ist, auch nicht in Schwarz-Weiß. Die Stiftung Warentest bemängelt das bei den Kyocera-Modellen, Käufer berichten es auch von Brother. Die Lösung ist simpel: einen Ersatztoner im Schrank haben.
  5. Zu wenig Toner im Karton. Manche Drucker kommen mit halbvollen Startkartuschen. Beim Brother HL-L3220CWE etwa reicht der mitgelieferte Toner laut Käufern nur für 500 Seiten je Farbe, beim fast baugleichen HL-L3220CW für 1.000. Ein Käufer musste nach seinen Angaben nach 200 bis 300 Seiten alle vier Kartuschen wechseln.

Was Tests und Käufer sagen

Die Stiftung Warentest prüft Drucker laufend und hat im Oktober 2024 und im Oktober 2025 Farblaser ohne Scanner bewertet. Die Druckkosten haben wir nicht selbst geschätzt, sie stammen aus den Analysen von Druckerchannel, das für jeden Drucker mit den aktuellen Tonerpreisen und Reichweiten rechnet. Die Amazon-Bewertungen haben wir am 4. Oktober 2026 abgerufen.

DruckerStiftung WarentestAmazonEin-Stern-AnteilFarbseiteSchwarz-Weiß-SeitePreis etwa
Kyocera Ecosys PA2600cwxgut (2,1), 10/20254,7 Sterne (6)0 %13,2 ct1,9 ct340 €
Kyocera Ecosys PA2101cwxgut (2,3), 10/20254,2 Sterne (141)10 %21,3 ct3,4 ct225 €
Brother HL-L3240CDWbefriedigend (2,7), 10/20244,3 Sterne (647)13 %22,1 ct4,2 ct280 €
Brother HL-L8240CDWnicht getestet4,4 Sterne (122)7 %19,8 ct*3,2 ct*355 €
HP Color LaserJet Pro 3202dwbefriedigend (2,6), 10/20244,0 Sterne (251)16 %19,0 ct3,5 ct240 €
Brother HL-L3220CWEkeine Note gefunden4,1 Sterne (549)15 %22,1 ct4,2 ct235 €
HP Color Laser 150nwkeine Note gefunden3,8 Sterne (2.666)19 %nicht ermitteltnicht ermittelt215 €

So lesen Sie die Tabelle: Die Kosten gelten für eine Seite nach der Norm ISO/IEC 19798, also eine typische Büroseite mit etwa fünf Prozent Deckung je Farbe, mit Originaltoner und anteilig allen Verschleißteilen. Die Preise sind gerundete Preise aus Preisvergleichen, Stand Oktober 2026. *Für den HL-L8240CDW nennt Druckerchannel die Kosten der baugleichen Serie mit denselben Tonern.

Drei Dinge fallen auf:

  • Kyocera hat die besten Noten. Beide Kyocera-Modelle bekamen ein „gut“, beide nicht wegen ihrer Geschwindigkeit, sondern wegen Druckbild, einfacher Handhabung und leichtem Tonerwechsel. Der Brother HL-L3240CDW und der HP 3202dw kamen ein Jahr zuvor nur auf „befriedigend“.
  • Viele Bewertungen sind kein Gütesiegel. Der HP Color Laser 150nw ist mit über 2.600 Bewertungen der bekannteste günstige Farblaser, aber fast jeder fünfte Käufer gibt ihm einen Stern. Am anderen Ende steht der Brother HL-L8240CDW mit nur 7 Prozent Ein-Stern-Bewertungen.
  • Die Unterschiede beim Unterhalt sind groß. Der PA2600cwx druckt eine Farbseite für 13 Cent, der Brother HL-L3240CDW für 22 Cent. Bei ein paar hundert Seiten im Jahr ist das egal, über Jahre summiert es sich.

Was ein Farblaser über fünf Jahre kostet

Ein Drucker, der beim Kauf 100 Euro günstiger ist, kann über die Jahre deutlich teurer werden. Wir haben für zwei typische Haushalte gerechnet, wie viel Kaufpreis und Toner zusammen in fünf Jahren kosten:

DruckerWenigdrucker
40 Seiten S/W und 15 Seiten Farbe im Monat
Familie oder Homeoffice
125 Seiten S/W und 50 Seiten Farbe im Monat
Kyocera Ecosys PA2600cwxrund 520 €rund 880 €
Kyocera Ecosys PA2101cwxrund 525 €rund 1.120 €
Brother HL-L3240CDWrund 605 €rund 1.260 €
HP Color LaserJet Pro 3202dwrund 520 €rund 1.075 €

Gerechnet ist der Kaufpreis plus die Seitenkosten aus der Tabelle oben, für 2.500 Schwarz-Weiß- und 1.000 Farbseiten (Wenigdrucker) beziehungsweise 7.500 und 3.000 Seiten (Familie) in fünf Jahren. Den Toner im Karton haben wir nicht abgezogen. Er deckt die ersten 1.000 bis 1.500 Seiten ab und macht für Wenigdrucker den größten Teil der Kosten aus: Wer im Jahr 200 Farbseiten druckt, kommt mit den Farbtonern im Karton der Kyoceras rund sieben Jahre aus, nur Schwarz muss früher nachgekauft werden.

Das Ergebnis: Wer wenig druckt, zahlt für die beiden Kyoceras und den HP in fünf Jahren ungefähr dasselbe, für den Brother rund 85 Euro mehr. Wer regelmäßig druckt, spart mit dem PA2600cwx gegenüber dem Brother rund 380 Euro, also mehr, als der Drucker gekostet hat.

Worauf es beim Kauf ankommt

  • Automatischer Duplexdruck: Bei Brother und HP steht ein „d“ in der Typenbezeichnung (CDW, dw) für beidseitigen Druck, bei Kyocera das „x“. Dem Brother HL-L3220CW fehlt er, Käufer müssen die Blätter von Hand wenden.
  • LAN-Anschluss: Auch wer über WLAN druckt, hat damit einen Ausweg, wenn das WLAN zickt. Alle Kyoceras, der Brother HL-L3240CDW und der HP 3202dw haben einen, dem Brother HL-L3220CW fehlt er.
  • Kein „e“ am Ende: HP-Laser mit „e“ (etwa 3202dwe) drucken nur mit Internet und HP-Konto und sperren Fremdtoner dauerhaft. Bei Brother steht das „E“ (HL-L3220CWE) für die EcoPro-Variante, die auf ein Tonerabo ausgelegt ist und mit weniger Starttoner kommt.
  • Toner im Karton: Achten Sie auf die Reichweite des Starttoners. 1.500 Seiten wie bei Kyocera sind viel, 500 Seiten wenig.
  • Garantie: Üblich sind zwei Jahre, bei denen Sie den schweren Drucker einschicken. Mehr Ruhe bringen drei Jahre Vor-Ort-Service, den Brother beim HL-L8240CDW und Kyocera bei den „Plus“-Varianten bieten.
  • Platz: Die Kyoceras wiegen rund 21 Kilogramm und brauchen einen stabilen Platz. Der Brother HL-L3240CDW ist deutlich kompakter.

Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kyocera Ecosys PA2600cwx Farblaserdrucker, 26 Seiten/Min., WLAN und LAN, Duplex

Ideal für: Alle, die den Drucker hinstellen und vergessen wollen: Familie, Homeoffice, Verein

Der Drucker, über den man nach dem Aufstellen nicht mehr nachdenkt. Die Stiftung Warentest gab ihm im Oktober 2025 ein „gut“ (2,1) und lobte das Druckbild, die sehr einfache Handhabung, den leichten Tonerwechsel und den geringen Stromverbrauch. Die Bildtrommel ist auf 100.000 Seiten oder fünf Jahre ausgelegt und muss nicht getauscht werden, außer Toner gibt es kein Verbrauchsmaterial. Die Nachkauftoner reichen für 4.100 Seiten in Schwarz und 3.200 je Farbe, daraus errechnet Druckerchannel 13,2 Cent je Farbseite und 1,9 Cent je Schwarz-Weiß-Seite, günstiger geht es laut Druckerchannel nur mit Tintendruckern. Rund 340 Euro, ohne WLAN (PA2600cx) etwa 305 Euro. Bei Amazon gibt es ihn auch mit drei Jahren Vor-Ort-Service.

Stärken

  • Niedrigste Tonerkosten seiner Klasse: 13 Cent je Farbseite
  • Bildtrommel für ein Druckerleben, kein Trommelwechsel
  • „gut“ (2,1) bei der Stiftung Warentest, geringer Stromverbrauch

Schwächen

  • Groß und schwer: rund 21 Kilogramm
  • Ersteinrichtung etwas umständlich
  • Druckt nicht in Schwarz-Weiß weiter, wenn eine Farbe leer ist
  • Bei Amazon erst wenige Bewertungen
Bei Amazon ansehen*

Für Wenigdrucker

Kyocera Ecosys PA2101cwx Farblaserdrucker, 21 Seiten/Min., WLAN und LAN, Duplex

Ideal für: Wer ein paar Seiten im Monat druckt und beim Kauf sparen will

Dieselbe Bauweise wie unser Favorit, mit langlebiger Bildtrommel, etwas langsamer und rund 115 Euro günstiger. Die Stiftung Warentest vergab im selben Test ein „gut“ (2,3) und hob den sehr guten Textdruck hervor. Im Karton liegt Toner für 1.500 Seiten, das reicht Wenigdruckern oft für Jahre. Der Haken kommt danach: Die Nachkauftoner sind klein und teuer, Druckerchannel rechnet mit 21,3 Cent je Farbseite. Bei Amazon hat er 4,2 Sterne aus 141 Bewertungen, 10 Prozent davon mit einem Stern. Rund 225 Euro, ohne WLAN (PA2101cx) etwa 190 Euro.

Stärken

  • „gut“ (2,3) bei der Stiftung Warentest
  • Langlebige Bildtrommel wie beim großen Bruder
  • Toner für 1.500 Seiten im Lieferumfang

Schwächen

  • Teure Nachkauftoner: rund 21 Cent je Farbseite
  • Druckt nicht in Schwarz-Weiß weiter, wenn eine Farbe leer ist
  • Genauso groß und schwer wie der PA2600cwx
Bei Amazon ansehen*

Kompakt und bewährt

Brother HL-L3240CDW Farb-LED-Drucker, 26 Seiten/Min., WLAN und LAN, Duplex

Ideal für: Wenig Platz und der Wunsch nach dem Gerät, mit dem die meisten zufrieden sind

Der meistgekaufte Drucker unserer Auswahl: 647 Bewertungen bei Amazon, 4,3 Sterne, 73 Prozent davon mit fünf Sternen, über 200 Käufe im letzten Monat. Er ist deutlich kleiner und leichter als die Kyoceras und passt in ein Regal. Technisch ist er ein LED-Drucker, der wie ein Laser arbeitet. Die Stiftung Warentest gab im Oktober 2024 nur ein „befriedigend“ (2,7), aber den Umwelttipp, weil sich die Verschleißteile einzeln tauschen lassen. Im Unterhalt ist er der teuerste der drei: rund 22 Cent je Farbseite, und nach etwa 30.000 Seiten wird eine neue Trommeleinheit fällig. Rund 280 Euro.

Stärken

  • Kompakt, passt in ein Regal
  • Viele zufriedene Käufer, 4,3 Sterne aus 647 Bewertungen
  • Verschleißteile einzeln tauschbar

Schwächen

  • Nur „befriedigend“ (2,7) bei der Stiftung Warentest
  • Höchste Druckkosten der drei: rund 22 Cent je Farbseite
  • 13 Prozent Ein-Stern-Bewertungen, etwa wegen Papierstau und Pünktchen
Bei Amazon ansehen*

Wer lieber bei Brother bleibt und auf Garantie Wert legt, findet im Brother HL-L8240CDW* eine gute Alternative: drei Jahre Vor-Ort-Garantie, viel Toner im Karton (2.600 Seiten Schwarz, 1.400 je Farbe) und mit 7 Prozent der geringste Anteil an Ein-Stern-Bewertungen in unserem Vergleich. Er kostet aber rund 355 Euro, ist im Unterhalt deutlich teurer als der PA2600cwx, und mit dem HL-L8430CDW ist sein Nachfolger schon im Handel.

Wovon wir abraten

  • HP Color Laser 150nw: günstig und sehr bekannt, aber mit 19 Prozent Ein-Stern-Bewertungen der Drucker mit den meisten unzufriedenen Käufern in unserem Vergleich. Die meisten Beschwerden drehen sich um das WLAN, besonders mit FRITZ!Box und Mac. Für Ruhe ist er das Gegenteil.
  • HP Color LaserJet Pro 3202dw, wenn Sie Fremdtoner nutzen wollen: Der Drucker selbst ist ordentlich, druckt schnell und kommt mit vollen Tonern. Er gehört aber zu den HP-Modellen, die Toner mit fremdem Chip sperren, und HP hält diese Sperre nach eigenen Angaben mit Firmware-Updates auf dem neuesten Stand. Wer nur Original-Toner kauft und automatische Updates abschaltet, hat damit kein Problem. Wer sparen will, kauft besser einen Kyocera.
  • Brother HL-L3220CW und HL-L3220CWE: günstiger als der HL-L3240CDW, aber ohne automatischen Duplexdruck und ohne LAN, beim CWE mit halbem Starttoner. Die rund 50 Euro Aufpreis zum HL-L3240CDW lohnen sich.
  • Laser-Modelle mit „e“ im Namen: Gebrauchte und Restposten von HP mit HP+ funktionieren nur mit Internet und HP-Konto, und das lässt sich nicht abschalten.

Lohnt es sich, mehr auszugeben?

Beim Farblaser ja, und zwar messbar. Der PA2600cwx kostet rund 115 Euro mehr als der PA2101cwx, druckt aber jede Farbseite rund 8 Cent günstiger. Ist der mitgelieferte Toner aufgebraucht, hat er den Aufpreis nach etwa 1.400 Farbseiten wieder hereingeholt. Druckerchannel rechnet damit, dass das spätestens beim zweiten Satz Nachkauftoner der Fall ist.

Der höhere Preis kauft hier vor allem Bauweise: größere Toner, die seltener gewechselt werden, und eine Trommel, die nicht nach 30.000 Seiten für 100 bis 150 Euro ersetzt werden muss. Dass Kyocera dieses Prinzip ernst meint, zeigt auch die Garantie: drei Jahre oder 100.000 Seiten auf Trommel und Entwickler, mehr als auf den Drucker selbst. Der Vorgänger P5026cdw war acht Jahre auf dem Markt.

Wer dagegen nur ein paar Seiten im Monat druckt, gibt die 115 Euro besser nicht aus. Dann druckt der PA2101cwx viele Jahre mit seinem Starttoner, und bis der aufgebraucht ist, hat sich der Unterschied nicht bezahlt gemacht.

So läuft Ihr Drucker wirklich jahrelang

  1. Per Kabel ins Netzwerk, wenn es geht: Ein LAN-Kabel zum Router erspart die meisten Verbindungsprobleme. Ein Käufer des HP 3202dw schreibt, sein Drucker drucke seit Monaten jeden Auftrag ohne Aussetzer, und vermutet einen Grund im Netzwerkkabel.
  2. Eine feste IP-Adresse vergeben: In der FRITZ!Box unter „Heimnetz“ lässt sich einstellen, dass der Drucker immer dieselbe Adresse bekommt. Dann finden ihn Computer und Handys auch nach einem Stromausfall wieder.
  3. Einen Ersatztoner bereithalten: Weil eine leere Farbe den ganzen Drucker stoppt, gehört mindestens der Toner der Farbe in den Schrank, die Sie am meisten brauchen. Meist ist das Schwarz.
  4. Beim Kyocera eher Originaltoner: Die Trommel soll ein Druckerleben halten, und sie ist das Teil, das schlechter Toner zuerst trifft. Ein Käufer berichtet, nach drei Jahren mit kompatiblem Toner seien die Walzen am Rand verschmutzt gewesen.
  5. Bei HP automatische Updates abschalten, wenn Sie Fremdtoner verwenden. Sonst kann ein Update ihn über Nacht sperren.
  6. Normales Papier verwenden: Fotopapier für Tintenstrahler gehört nicht in einen Laser, und sehr dickes Papier legen Sie über den Einzelblatteinzug ein, nicht in die Kassette.

Fazit

Wenn Sie einen Farblaser ohne Scanner suchen, mit dem Sie die nächsten Jahre nichts mehr zu tun haben wollen, kaufen Sie den Kyocera Ecosys PA2600cwx. Er hat bei der Stiftung Warentest gut abgeschnitten, kostet im Unterhalt so wenig wie kein anderer Farblaser seiner Klasse, und außer Toner braucht er nichts. Stellen Sie ihn auf, schließen Sie ihn ans Netzwerk an, legen Sie einen Ersatztoner in den Schrank, und dann ist Ruhe. Drucken Sie nur wenige Seiten im Monat, reicht der PA2101cwx für rund 225 Euro. Und wenn der Platz knapp ist, ist der kompakte Brother HL-L3240CDW eine solide Wahl, mit der Hunderte Käufer zufrieden sind.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Farblaser, wenn ich nur selten drucke?

Gerade dann. Toner trocknet nicht ein, ein Laserdrucker druckt auch nach Monaten Pause sofort. Die Stiftung Warentest rät Gelegenheitsdruckern deshalb ausdrücklich zum Laser. Tintentankdrucker sind pro Seite zwar billiger, brauchen aber regelmäßige Nutzung.

Wie scanne ich, wenn der Drucker keinen Scanner hat?

Mit dem Handy. Auf dem iPhone geht das in der Notizen- oder Dateien-App, auf Android in Google Drive: Dokument fotografieren, die App schneidet es zu und speichert ein PDF. Für gelegentliche Briefe und Formulare reicht das völlig.

Kann ich günstigen Fremdtoner verwenden?

Bei Kyocera und Brother funktioniert er meist, der Drucker meldet dann, dass es kein Originaltoner ist. Einzelne Käufer berichten aber, dass Fremdtoner nicht erkannt wurde oder nach Jahren die Trommel verschmutzt hat. HP sperrt bei vielen Modellen Toner mit fremdem Chip, auch nachträglich per Firmware-Update. Die Garantie gilt auch mit Fremdtoner weiter, Schäden durch den Toner deckt sie aber nicht.

Was ist der Unterschied zwischen einem LED- und einem Laserdrucker?

Nur die Lichtquelle, die das Bild auf die Trommel zeichnet: eine Zeile aus LEDs statt eines Laserstrahls. Toner, Trommel und Druckbild sind gleich. Für den Alltag macht das keinen Unterschied, Brother baut seine kompakten Farbdrucker als LED-Drucker.

Druckt der Drucker in Schwarz-Weiß weiter, wenn eine Farbe leer ist?

Bei den Kyocera-Modellen nicht, das hat die Stiftung Warentest bemängelt, und auch Käufer von Brother-Druckern berichten davon. Halten Sie deshalb immer einen Satz Toner bereit, oder wenigstens den der Farbe, die zuerst zur Neige geht.

Quellen

Zuletzt inhaltlich geprüft am . Preise und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Maßgeblich ist die Angabe beim Händler.

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